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Abschied von Bischof Dr. Felix Genn

09. März 2025 - Bistum Münster, Vechta, Oldenburger Land

Papst nimmt Rücktrittsangebot an | Oldenburger würdigen ihren Bischof

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Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch des Bischofs von Münster, Dr. Felix Genn, zum 9. März angenommen.

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Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch des Bischofs von Münster, Dr. Felix Genn, zum 9. März angenommen. Das hat der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, am 9. März in Münster bekanntgegeben. Im St.-Paulus-Dom wurde an diesem Tag ein Gottesdienst aus Anlass des 75. Geburtstages von Bischof Genn am 6. März gefeiert. Das Kirchenrecht sieht vor, dass ein Bischof, der das 75. Lebensjahr vollendet, dem Papst den Rücktritt anbietet. Das hatte Bischof Genn bereits im vergangenen Jahr getan.

16 Jahre lang leitete Felix Genn die Diözese und war Bischof für die zurzeit rd. 1.669.000 Katholikinnen und Katholiken zwischen Straelen und Wangerooge (Stand 2023). 

Zum Bischof von Münster ernannte Papst Benedikt ihn, der gebürtig aus der Eifel stammt, am 19. Dezember 2008, im März 2009 wurde der promovierte Theologe dann feierlich in sein Amt eingeführt. Neben den vielfältigen Aufgaben in der Diözese vertrat der Geistliche die Deutsche Kirche in unterschiedlichen Positionen im Vatikan, u.a. im Dikasterium für die Bischöfe. 

Von Beginn an war es Genn ein Anliegen, die Kirche in seinem Bistum weiterzuentwickeln und auf veränderte Rahmenbedingungen vorzubereiten, wie z. B. eine geringere Zahl an Gläubigen, Priestern und pastoralen Mitarbeitenden. Genn gab nach den Pfarreifusionen den Impuls für die Bestandsaufnahme in den Pfarreien und die Prioritätensetzung mit dem Prozess „Lokale Pastoralpläne“ (2013). Bischof Felix brachte schließlich ab 2021 den Prozess der Entwicklung Pastoraler Räume voran, durch den Kooperation über Pfarreigrenzen hinweg zunehmend etabliert wird. Genn ging es um die Stärkung der Synodalität und die Förderung ehrenamtlichen Engagements. 

Sexueller Missbrauch im Bistum Münster 
Im Bistum Münster engagierte er sich für die Aufklärung des sexuellen Missbrauchs in der Katholischen Kirche und für die konsequente Umsetzung der entsprechenden Leitlinien und Vorschriften. Er gab u.a. ein vielbeachtetes historisches Gutachten in Auftrag. 2022 veröffentlichten die Forscher der Universität Münster die Ergebnisse unabhängig von der Bistumsleitung. 
Im Oldenburger Land 

Nach seinem Antrittsbesuch in Vechta und Bethen im Mai 2009 und einem Tag der Begegnung, der mit mehr als 1.000 Gemeinde- und Verbändevertretern in Garrel-Falkenberg stattfand, folgten viele Termine im Oldenburgischen Teil der Diözese Münster, darunter Pfarrjubiläen, Politikergespräche, Firmungen oder Freundschaftsbesuche bei den Geistlichen in der Region. Obligatorisch dazu gehörten für Genn die traditionellen Oldenburger Ökumenische Gespräche, zu denen seit 59 Jahren jährlich die Kirchenleitungen der Evangelischen Kirche Oldenburg und der katholischen Kirche im Oldenburger Land zusammenkommen.
„Herzlichen Dank, lieber Bischof Felix, für Deinen Dienst, für Dein Wirken im Bistum Münster. Vielen Dank für Dein Glaubenszeugnis und Dein tiefes Vertrauen in die Menschen in dieser Region. Wir sind dankbar für Deine Treue und enge Verbundenheit mit den Gläubigen im Offizialatsbezirk und der katholischen Kirche im Oldenburger Land,“ würdigte Weihbischof Wilfried Theising. 
Johannes Hörnemann